Der Begriff Psychodrama setzt sich aus den Wortteilen Psyche (Seele) und Drama (Handlung) zusammen.
Psychodrama ist eine kreative Methode, die erlebnisaktivierend in der Arbeit mit Gruppen eingesetzt werden kann. Psychodrama ist vom Ursprung her eine Form der Gruppenpsychotherapie, die von dem Arzt und Psychotherapeuten J. L. Moreno in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Der besondere Ansatz drückt sich in dem Motto „Handeln ist heilender als Reden“ aus. Innere und zwischenmenschliche Konflikte und konkrete Lösungen werden über Rollenhandeln, über die Inszenierung von vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Situationen ganz direkt erfahrbar.
Lothar Döring
Die Teilnehmer/innen einer Psychodrama-Gruppe erleben die innere Wirklichkeit von sich und anderen in den Rollen, die sie auf der Psychodrama-Bühne im spontanen Rollenspiel übernehmen. Psychodrama wirkt im Handeln und erhellt schnell wichtige Aspekte eines Problems. Bedürfnisse und Gefühle werden unmittelbar wahrgenommen. Gleichzeitig können Momente der Sprachlosigkeit oder Handlungsblockaden in geschützter Weise überwunden werden. Diese bewusste Form der Selbsterfahrung, die Befreiung von eingefahrenen Handlungsmustern und der Zuwachs an Rollen-Identität führt zu neuer Lebensqualität, zu mehr Lebensfreude und einem starken Selbstbewusstsein